Die Vereinssatzung

Satzung SV „Blau-Weiß“ Grevesmühlen e.V.

 

§ 1 Name, Sitz, Eintragung, Geschäftsjahr

  1. Der Verein trägt den Namen: Sportverein „Blau-Weiß“ Grevesmühlen e.V., abgekürzt SV „B-W“ GVM e.V.

  2. Er hat seinen Sitz in Grevesmühlen.

  3. Er ist in das Vereinsregister beim Amtsgericht in Grevesmühlen unter der Registernummer 25 eingetragen.

  4. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

  5. Die Vereinsfarben sind blau und weiß.

  6. Der Verein führt folgendes Wappenzeichen:

 

§ 2 Vereinszweck

  1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung ( §§ 51ff) in der jeweils gültigen Fassung.

  2. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch die Ausübung und Förderung des Sports in all seinen Ausprägungen und Formen sowie der offenen Jugendarbeit und Jugendpflege. Zweck des Vereins ist, die Interessen seiner Mitglieder gemäß § 3 nach innen und außen zu wahren und alle damit im Zusammenhang stehenden Fragen zum gemeinsamen Wohl aller Mitglieder im sportlichen Geiste zu regeln.

  3. Der Verein verfolgt insbesondere die Aufgaben

    - den Sport zu entwickeln und zu fördern,

    - die Jugendarbeit seiner Mitglieder im Sinne der Deutschen Sportjugend im Deutschen Olympischen Sportbund zu fördern,

    - die Aus- und Fortbildung zu Fördern,

    - sich für eine umweltverträgliche Ausübung des Sports einzusetzen,

    - zur Umsetzung dieser Aufgaben eine Geschäftsstelle im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterhalten,

    - Errichtung und Erhaltung von Sportanlagen,

    - Mittel für gemeinnützige Projekte zu beschaffen.

  4. Er ist politisch, konfessionell und rassisch neutral und verwahrt sich gegen antidemokratisches Denken und Handeln, sowie gegen jede Form von Extremismus.

     

§ 3 Selbstlosigkeit

  1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder des Vereins dürfen in ihrer Eigenschaft als Mitglieder keine Zuwendungen erhalten.

  3. Die Mitglieder dürfen bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins keine Anteile des Vereinsvermögens erhalten.

  4. Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

 

§ 4 Gliederung

  1. Der Verein ist ein Mehrspartenverein. Er unterhält eine unbestimmte Zahl rechtlich unselbständiger Abteilungen.

  2. Neue Abteilungen können nur durch Beschluss des Beirats gebildet werden.

  3. Die Mitgliedschaft in einer Abteilung setzt die Mitgliedschaft im Gesamtverein voraus.

  4. Die Abteilungen können nur im Namen des Gesamtvereins nach außen auftreten.

  5. Die Abteilungen können sich im Rahmen dieser Satzung eine eigene Abteilungsordnung geben. Sie wird in der Abteilungsversammlung beschlossen und bedarf zu ihrer Wirksamkeit der Genehmigung des Vorstandes und der Zustimmung des Beirats.

  6. Die Abteilungen verfügen über eigene Haushaltsmittel, die ihnen zur Verwaltung über den Gesamtverein im Rahmen des Haushaltsplanes zugewiesen werden. Die Haushaltsmittel werden jährlich neu beschlossen.

  7. Abteilungen sind nicht berechtigt, auf sie bezogene Bankkonten oder Kassen zu führen.

  8. Für die Abteilungen werden vom Gesamtverein Unterkonten eingerichtet, die vom Verein geführt werden. Die gemäß Abs. (6) beschlossenen Haushaltsmittel stehen den Abteilungen auf den jeweiligen Unterkonten zur Verfügung.

  9. Werden dem Verein Spenden- oder Sponsoringmittel zugeleitet, die zweckgebunden für eine Abteilung bestimmt sind, fließen diese uneingeschränkt und ohne Anrechnung auf die Haushaltsmittel der Abteilung zu.

  10. Verträge, die ein Dauerschuldverhältnis begründen oder die Abteilung zu laufenden Leistungen verpflichten, insbesondere Vereinbarungen mit Trainern und Übungsleitern sowie Mietverträge oder Verträge über den Bezug von Waren und sonstigen Leistungen, können rechtsverbindlich nur vom Vorstand abgeschlossen werden.

  11. Unabhängig von den Vereinsbeiträgen können die Abteilungen durch Beschluss der Abteilungsversammlung einen eigenen Abteilungsbeitrag erheben, der uneingeschränkt und ohne Anrechnung auf die Haushaltsmittel der Abteilung zu fließt.

  12. Löst sich eine Abteilung auf oder gründet einen neuen, eigenen Verein, so verbleibt das gesamte bisherige Abteilungsvermögen Vermögen des Gesamtvereins.

  13. Der Austritt einer Abteilung aus dem Verein ist im Vorstand auf schriftlichen Antrag hin zu behandeln. Dazu muss das Protokoll der Abteilungsversammlung der antragstellenden Abteilung, aus dem der Beschluss der Mitglieder, der Austritt muss mit 2/3 Mehrheit beschlossen werden, vorliegen. Der Austritt erfolgt nach Abschluss des Geschäftsjahres. Beiträge die offen sind, Restkredite, sind sofort zurückzuzahlen.

 

§ 5 Mitglieder des Vereins

  1. Der Verein hat folgende Mitglieder:

  1. ordentliche Mitglieder

  2. außerordentliche Mitglieder

  3. Ehrenmitglieder

  1. Ordentliche Mitglieder sind alle natürlichen Personen

  2. Außerordentliche Mitglieder sind juristische Personen

  3. Ehrenmitglieder sind Personen, die sich um die Förderung und die Arbeit des Vereins besonders verdient gemacht haben.

 

§ 6 Erwerb der Mitgliedschaft

  1. Die Aufnahme eines Mitgliedes erfolgt durch Beschluss des Vorstandes aufgrund eines schriftlichen Aufnahmeantrages, der an den Verein zu richten ist.

  2. Der Aufnahmeantrag Minderjähriger bedarf der schriftlichen Genehmigung der gesetzlichen Vertreter, die damit gleichzeitig die Zustimmung zur Wahrnehmung der Mitgliederrechte und –pflichten durch den Minderjährigen erteilen.

  3. Eine Ablehnung des Aufnahmeantrages durch den Vorstand, die keiner Begründung bedarf, ist unanfechtbar.

  4. Es gibt keinen Rechtsanspruch auf Aufnahme in den Verein.

  5. Die Mitgliedschaft beginnt mit der schriftlichen Bestätigung durch den Verein.

 

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft

  1. Die Mitgliedschaft eines ordentlichen Mitglieds endet durch

  1. Austritt,

  2. Ausschluss aus dem Verein oder

  3. Tod.

  1. Mit dem Ausscheiden aus dem Verein erlöschen alle Rechte und Pflichten des Mitglieds gegenüber dem Verein.

  2. Bestehende Beitragspflichten (Schulden) gegenüber dem Verein bleiben unberührt.

     

§ 8 Austritt aus dem Verein – Kündigung der Mitgliedschaft

Der Austritt eines Mitgliedes erfolgt durch schriftliche Erklärung an den Vorstand und wird nach Eingang beim Vorstand mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten, zum Ersten des dann folgenden Monats wirksam.

 

§ 9 Ausschluss aus dem Verein

  1. Der Ausschluss eines ordentlichen Mitglieds kann durch den Vorstand beschlossen werden, wenn das Mitglied

  1. die Bestimmungen der Satzung, Ordnungen oder die Interessen des Vereins verletzt,

  2. die Anordnungen oder Beschlüsse der Vereinsorgane nicht befolgt,

  3. mit der Zahlung seiner finanziellen Verpflichtungen gegenüber dem Verein trotz zweimaliger schriftlicher Mahnung im Rückstand ist.

  1. Vor Entscheidung über den Ausschluss hat der Vorstand dem Mitglied Gelegenheit zu geben, sich mündlich oder schriftlich zu äußern, hierzu ist das Mitglied unter Einhaltung einer Frist von 14 Tagen schriftlich aufzufordern.

  2. Die Entscheidung über den Ausschluss ist schriftlich zu begründen und dem Betroffenen mittels eingeschriebenem Brief bekannt zugeben.

  3. Gegen den Ausschlussbeschluss steht dem Betroffenen kein Berufungsrecht zu.

 

§ 10 Beitragsleistungen und Pflichten

  1. Die Mitglieder sind verpflichtet, Beiträge an den Verein zu leisten, die auf Vorschlag des Vorstandes von der Mitgliederversammlung beschlossen werden.

  2. Folgende Beiträge sind durch die Mitglieder zu leisten

  1. Beiträge im engeren Sinn

  1. eine Aufnahmegebühr

  2. einen jährlichen Mitgliedsbeitrag

  3. einen jährlichen Versicherungsbeitrag

  4. Besondere Leistungen (z.B.Teilnehmerbeiträge an Trainingslagern, Ferienfreizeiten)

  1. Beiträge im weiteren Sinn

  1. Gebühren

  2. Geldstrafen

  3. Abteilungsbeiträge

  4. Kursgebühren

  1. Die Beitragshöhe kann nach Mitgliedergruppen unterschiedlich festgelegt werden. Die Unterschiede müssen sachlich gerechtfertigt sein.

  2. Der Vorstand wird ermächtigt einzelnen Mitgliedern auf deren Antrag hin, die bestehenden und künftigen Beitragspflichten zu stunden, zu ermäßigen oder zu erlassen. Das Mitglied muss die Gründe für seinen Antrag glaubhaft darlegen und im Einzelfall nachweisen.

     

§ 11 Abwicklung des Beitragswesens

  1. Der Jahresbeitrag wird vierteljährlich (Februar, Mai, August, November) fällig und muss bis dahin auf dem Konto des Vereins eingegangen sein.

  2. Die Aufnahme in den Verein ist davon abhängig, dass sich das Mitglied für die Dauer der Mitgliedschaft verpflichtet, am SEPA-Lastschriftverfahren teilzunehmen. Die Erklärung des Mitglieds erfolgt dazu auf dem Aufnahmeformular.

  3. Von Mitgliedern, die dem Verein eine entsprechende Lastschriftermächtigung erteilt haben, wird der Beitrag zum Fälligkeitstermin eigezogen.

  4. Das Mitglied ist verpflichtet, dem Verein laufend Änderungen der Kontodaten (BIC und IBAN), den Wechsel des Bankinstitutes, sowie die Änderung der persönlichen Anschrift mitzuteilen.

  5. Mitglieder, die nicht am Lastschriftverfahren teilnehmen, tragen den erhöhten Verwaltungs- und Bearbeitungsaufwand des Vereins im Rahmen einer Bearbeitungsgebühr.

  6. Ehrenmitglieder sind Beitragsfrei.

  7. Weitere Einzelheiten zum Beitragswesen kann der Vorstand in der Beitragsordnung regeln.

  8. Kann der Bankeinzug aus Gründen, die das Mitglied zu vertreten hat, nicht erfolgen und wird der Verein dadurch durch Bankgebühren (Rücklastschriften) belastet, sind diese Gebühren durch das Mitglied zu tragen.

  9. Wenn die Beiträge zum Zeitpunkt der Fälligkeit nicht beim Verein eingegangen sind, befindet sich das Mitglied ohne weitere Mahnung in Zahlungsverzug.

Im Übrigen ist der Verein berechtigt, ausstehende Beitragsforderungen gegenüber dem Mitglied gerichtlich oder außergerichtlich geltend zu machen. Die dadurch anfallenden Kosten und Gebühren hat das Mitglied zu tragen.

  1. Beiträge, zu denen die Mitglieder nach dieser Satzung zur Zahlung gegenüber dem Verein verpflichtet sind, werden auch nicht anteilig erstattet, wenn ein Mitglied vorzeitig aus dem Verein – gleich aus welchem Grund – ausscheidet.

 

§ 12 Die Vereinsorgane

Die Organe des Vereins sind:

  1. die Mitgliederversammlung

  2. die Jugendversammlung

  3. der Vorstand gemäß §26 BGB

  4. der erweiterte Vorstand

  5. der Beirat

     

§ 13 Allgemeines zur Arbeitsweise der Organe und deren Mitglieder

  1. Jedes Amt im Verein beginnt mit der Annahme der Wahl und endet mit Ablauf der Amtszeit, dem Rücktritt oder der Abberufung.

  2. Die weiblichen Mitglieder der Vereinsorgane führen ihre Amtsbezeichnung in weiblicher Form.

  3. Abwesende können nur dann in eine Organfunktion gewählt werden, wenn sie dazu die Annahme der Wahl schriftlich gegenüber der Mitgliederversammlung erklärt haben.

  4. Organmitglieder müssen volljährig sein, mit Ausnahme des Jugendwartes und dessen Stellvertreter.

 

§ 14 Allgemeiner Gleichberechtigungsgrundsatz

Alle Reglungen in dieser Satzung und den Ordnungen des Vereins beziehen sich gleichermaßen auf Frauen und Männer. Soweit im Zusannenhang mit Ämtern und Funktionen nur die männliche Bezeichnung verwendet wird, dient dies ausschließlich der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit der jeweiligen Regelungen.

Durch die Verwendung ausschließlich männlicher Bezeichnungen soll nicht in Frage gestellt werden, dass jede Person Anspruch auf eine Anrede hat, die seinem Geschlecht entspricht und dass der Zugang zu den Ämtern des Vereins Frauen und Männern in gleicher Weise offensteht.

 

§ 15 Vergütungen für die Vereinstätigkeit, Aufwandsentschädigung

  1. Die Organämter des Vereins werden grundsätzlich ehrenamtlich ausgeübt. Die Satzung kann hiervon Ausnahmen ausdrücklich zulassen.

  2. Bei Bedarf können die Organämter im Rahmen der haushaltsrechtlichen Möglichkeiten entgeltlich gegen Zahlung einer Aufwandsentschädigung nach § 3 Nr. 26a EStG ausgeübt werden.

  3. Die Entscheidung über eine entgeltliche Vereinstätigkeit nach Abs. (2) trifft der Vorstand. Gleiches gilt für die Vertragsinhalte und die Vertragsbeendigung.

  4. Im Übrigen haben die Mitglieder und Mitarbeiter des Vereins einen Aufwendungsersatzanspruch nach § 670 BGB für solche Aufwendungen, die ihnen durch die Tätigkeit für den Verein entstanden sind. Hierzu gehören insbesondere Fahrkosten, Reisekosten, Porto, Telefon usw.

  5. Der Anspruch auf Aufwendungsersatz kann nur innerhalb einer Frist von vier Wochen nach seiner Entstehung geltend gemacht werden. Erstattungen werden nur gewährt, wenn die Aufwendungen mit Belegen und Aufstellungen, die prüffähig sein müssen, nachgewiesen werden.

  6. Vom Vorstand können per Beschluss im Rahmen der steuerrechtlichen Möglichkeiten Grenzen über die Höhe des Aufwendungsersatzes nach

§ 670 BGB festgesetzt werden.

  1. Weitere Einzelheiten regelt die Finanzordnung des Vereins, die vom Vorstand erlassen und geändert wird.

     

§ 16 Stimmrecht und Wählbarkeit

  1. Stimmrecht in den Abteilungsversammlungen und der Mitgliederversammlung steht allen Mitgliedern ab dem vollendeten 16. Lebensjahr zu. Beim Stimmrecht in den Jugendvertretungen gelten die in der Jugendordnung festgelegten Altersbegrenzungen.

  2. Das Stimmrecht kann nur persönlich ausgeübt werden, die Erteilung einer Stimmrechtsvollmacht ist nicht zulässig. Die gesetzlichen Vertreter von Minderjährigen sind von der Ausübung des Stimmrechts ausgeschlossen.

  3. Mitglieder, die mit ihren Beitragspflichten nach dieser Satzung gegenüber dem Verein im Verzug sind, sind von der Ausübung des Stimmrechts ausgeschlossen.

  4. Wählbar in die Gremien und Organe des Vereins und seine Abteilungen sind alle geschäftsfähigen Mitglieder mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Bei der Wahl der Jugendvertretungen gelten die in der Jugendordnung festgelegten Altersbegrenzungen.

     

§ 17 Ordentliche Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist das höchste gesetzgebende Organ des Vereins.

  2. Eine ordentliche Mitgliederversammlung findet in der Regel alle zwei Jahre statt.

  3. Der Termin der nächsten ordentlichen Mitgliederversammlung wird durch den Vorstand sechs Wochen vorher per E-Mail, im Internet auf der Vereinshomepage und als Aushang im Vereinshaus, Kirchplatz 5 in 23936 Grevesmühlen bekannt gegeben. Maßgebend ist dabei die letzte vom Mitglied dem Verein mitgeteilte E-Mail-Adresse. Wenn diese sich ändert, ist das Mitglied verpflichtet dies dem Verein mitzuteilen. Mitglieder, die nicht über eine eigene oder eine ungültige E-Mail-Adresse verfügen, werden über die Vereinshomepage oder durch Aushang im Vereinshaus, Kirchplatz 5 in Grevesmühlen informiert.

  4. Alle Mitglieder sind berechtigt, bis vier Wochen vor dem Termin der Mitgliederversammlung schriftliche Anträge zur Tagesordnung mit Begründung beim Vorstand einzureichen. Darauf ist in der Terminankündigung unter Hinweis auf die Frist hinzuweisen.

  5. Die Tagesordnung wird vom Vorstand festgelegt und vierzehn Tage vor der Mitgliederversammlung per E-Mail, im Internet auf der Vereinshomepage und als Aushang im Vereinshaus, Kirchplatz 5 in 23936 Grevesmühlen bekannt gegeben.

  6. Nach Bekanntgabe der Tagesordnung können im Ausnahmefall noch Dringlichkeitsanträge beim Vorstand bis sieben Tage vor der Mitgliederversammlung mit schriftlicher Begründung eingereicht werden. Als Dringlichkeitsanträge sind nur solche Anträge zulässig, die innerhalb der oben erwähnten Fristen nachweisbar nicht eingereicht werden konnten und der Sache nach für den Verein von so herausragender Bedeutung sind, dass sie in die Tagesordnung der Mitgliederversammlung aufzunehmen sind. Der Vorstand muss diese Anträge sofort vor Bestätigung der Tagesordnung am Versammlungstag bekannt geben. Ferner ist erforderlich, dass die stimmberechtigten anwesenden Mitglieder den Antrag mit einer 2/3 Mehrheit in die Tagesordnung aufnehmen. Anträge auf Satzungsänderung können nicht per Dringlichkeitsantrag gestellt werden.

  7. Jede ordnungsgemäß einberufene Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig.

  8. Alle Abstimmungen und Wahlen erfolgen offen per Handzeichen. Wenn der Antrag auf geheime Abstimmung gestellt wird, entscheidet der Versammlungsleiter darüber.

  9. Die Mitgliederversammlung ist nicht öffentlich. Der Versammlungsleiter kann Gäste zulassen. Über die Zulassung von Medienvertretern beschließt die Mitgliederversammlung.

  10. Weitere Einzelheiten zur Durchführung der Mitgliederversammlung regelt die Geschäftsordnung des Vereins.

 

§ 18 Außerordentliche Mitgliederversammlung

  1. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung ist einzuberufen, wenn dies im Interesse des Vereins erforderlich ist. Diese kann vom Vorstand oder im Rahmen eines Minderheitenverlangens von mindestens 20% der Vereinsmitglieder beantragt werden. Der Vorstand muss innerhalb von vier Wochen einen Termin bekannt geben.

  2. Die Ladungsfrist beträgt acht Wochen.

  3. Für die Bekanntmachung und Einberufung einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gelten die Regelungen für die ordentliche Mitgliederversammlung analog.

 

§ 19 Zuständigkeiten der ordentlichen Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung ist insbesondere für folgende Vereinsangelegenheiten zuständig:

  1. Entgegennahme der Berichte des Vorstandes,

  2. Entlastung des Vorstandes auf der Grundlage des Berichtes der Kassenprüfer,

  3. Wahl und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes,

  4. Wahl und Abberufung der Kassenprüfer,

  5. Änderung der Satzung und Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins,

  6. Ernennung und Aberkennung von Ehrenmitgliedschaften,

  7. Beschlussfassung über eingereichte Anträge.

     

§ 20 Vorstand gemäß § 26 BGB

  1. Der Vorstand gemäß § 26 BGB besteht aus

  1. dem Vorsitzenden,

  2. zwei Stellvertreter,

  3. dem Schatzmeister.

  1. Die Vorstandsmitglieder sind einzelvertretungsberechtigt.

  2. Die Amtszeit des Vorstands beträgt vier Jahre.

  3. Die Bestellung der Vorstandsmitglieder erfolgt durch Wahl in der Mitgliederversammlung. Es sind getrennte Wahlvorgänge für jede Vorstandsfunktion durchzuführen. Wiederwahl ist zulässig.

  4. Der Vorstand bleibt so lange im Amt, bis ein neuer gewählt ist. Dies gilt auch für einzelne Vorstandsmitglieder.

  5. Scheidet ein einzelnes Vorstandsmitglied während der laufenden Amtsperiode gleich aus welchem Grund aus, so kann der Vorstand ein kommissarisches Vorstandsmitglied berufen. Diese Berufung ist auf jeden Fall auf die restliche Amtszeit der laufenden Amtsperiode des Vorstands beschränkt und wird mit der regulären Wahl auf der Mitgliederversammlung hinfällig.

  6. Personalunion zwischen den einzelnen Ämtern des Vorstandes ist unzulässig.

  7. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte seiner Mitglieder anwesend sind. Beschlüsse werden mit der einfachen Mehrheit der erschienenen Mitglieder gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden.

  8. Die Mitglieder des Vorstands vertreten den Verein gerichtlich und außergerichtlich.

  9. Der Vorstand leitet und führt den Verein nach Maßgabe dieser Satzung und der Ordnungen, wie es der Vereinszweck zur Förderung der Mitglieder und damit der Vereinsinteressen erfordert.

  10. Der Vorstand regelt im Rahmen seiner Gesamtaufgaben die Aufgaben- und Verantwortungsbereiche seiner Mitglieder selbst.

  11. Der Vorstand wird ermächtigt, sich eine eigene Geschäftsordnung zu geben, die mit der einfachen Mehrheit aller Vorstandsmitglieder zu erlassen ist. Die Geschäftsordnung ist nicht Bestandteil dieser Satzung.

  12. Der Vorstand nimmt die Arbeitgeberfunktion im Verein war. Diese Zuständigkeit umfasst auch die Verträge mit Selbständigen und freiberuflich Tätigen, sowie Dienstleistungs- und Werkverträge. Ebenfalls umfasst sind die Verträge mit ehrenamtlichen Mitarbeitern des Vereins.

  13. Im Innenverhältnis gilt, alle Personalmaßnahmen des Vorstands dürfen nur eingegangen werden, wenn die finanziellen Auswirkungen durch den Haushalt des Vereins getragen werden können.

 

§ 21 Erweiterter Vorstand

  1. Der erweiterte Vorstand setzt sich zusammen aus

  1. den vier Mitgliedern des Vorstands nach § 26 BGB,

  2. dem Jugendwart,

  3. und bis zu fünf weiteren Vorstandsmitgliedern.

  1. Er tritt nach Bedarf, mindestens jedoch viermal im Kalenderjahr zusammen.

  2. Der Jugendwart wird auf der Jugendvollversammlung gewählt.

  3. Die Bestellung der Mitglieder des erweiterten Vorstands erfolgt durch Wahl in der Mitgliedervollversammlung, bzw. der gewählte Jugendwart wird auf der Mitgliedervollversammlung bestätigt.

  4. Die Mitgliederversammlung entscheidet auf Vorschlag des Vorstands nach § 26 BGB über die Anzahl der erforderlichen weiteren Vorstandsmitglieder nach Absatz (1), lit. (c).

  5. Die Aufgabenverteilung und die Zuständigkeiten innerhalb des erweiterten Vorstands legt dieser aufgabenabhängig in eigener Zuständigkeit fest. Die Aufgaben des Vorstands nach § 26 BGB nach § 19 der Satzung bleiben unberührt.

  6. Die Mitglieder des erweiterten Vorstands haben das Recht, an allen Sitzungen der Abteilungen mit beratender Stimme teilzunehmen.

 

§ 22 Der Beirat

  1. Dem Beirat gehören an:

  1. Die Mitglieder des erweiterten Vorstands

  2. und die Abteilungsleiter.

  1. Der Beirat tritt nach Bedarf, mindestens jedoch zweimal im Kalenderjahr, zusammen. Er wird vom Vorstand zur Beratung wichtiger Vereinsangelegenheiten hinzugezogen. Seine Empfehlungen fasst der Beirat mit einfacher Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimmabgabe des Vorsitzenden.

  2. Sitzungen des Beirats werden vom Vorstand mit einer Frist von zwei Wochen einberufen. Sie werden vom Vorsitzenden oder einem seiner Stellvertreter geleitet.

 

§ 23 Die Vereinsjugend

  1. Zur Vereinsjugend gehören alle Mitglieder des Vereins bis zum 27. Lebensjahr.

  2. Die Jugend des Vereins führt und verwaltet sich selbständig über die ihr über den Haushalt des Vereins zufließenden Mittel im Rahmen der Grundsätze gemäß dieser Satzung unter Berücksichtigung der Gemeinnützigkeit des Vereins.

  3. Das Nähere regelt die Jugendordnung, die von der Jugendversammlung beschlossen wird. Die Jugendordnung darf den Vorgaben dieser Satzung nicht widersprechen. Im Zweifelsfall gelten die Regelungen der Satzung.

  4. Die Jugendordnung bedarf der Zustimmung des Vorstands.

  5. Der Jugendwart ist Mitglied des erweiterten Vorstands.

  6. Die Vereinsjugend erfüllt seine Aufgaben im Rahmen dieser Satzung, der Jugendordnung sowie der Beschlüsse der Jugendversammlung.

 

§ 24 Rechte und Pflichten

  1. Die Mitglieder sind berechtigt, im Rahmen des Vereinszwecks an den Aktivitäten des Vereins teilzunehmen. Voraussetzung für eine Teilnahme an den Aktivitäten der Abteilungen ist eine ordnungsgemäße Anmeldung in den betreffenden Abteilungen. Die Mitglieder haben sich den Ordnungen des Übungs- und Spielbetriebes anzupassen.

  2. Die Rechte des Mitglieds sind nicht übertragbar.

  3. Die Mitglieder haben sich entsprechend der Satzung und den weiteren Ordnungen des Vereins zu verhalten. Sie haben alles zu unterlassen, was dem Ansehen und dem Zweck des Vereins entgegensteht.

 

§ 25 Satzungsverstöße / Ahndungen

  1. Gegen Mitglieder, die gegen die Satzung, Ordnungen oder Beschlüsse des Vorstandes, der Mitgliederversammlung, der Abteilungsversammlung oder eines Verstoßes gegen die Interessen des Vereins oder eines unsportlichen Verhaltens schuldig machen, können nach vorheriger Anhörung vom Vorstand folgende Maßregeln verhängt werden:

  1. eine Verwarnung,

  2. ein Verweis,

  3. eine Sperre oder

  4. der Ausschluss.

  1. Der Beschluss zu den Maßregeln ist schriftlich zu begründen. Zuvor ist dem betroffenen Mitglied die Gelegenheit zur Stellungnahme zugeben.

  2. Die Strafbestimmungen der Sportverbände bleiben von diesen Satzungsbestimmungen unberührt.

 

§ 26 Protokolle

  1. Die Beschlüsse der Organe und Versammlungen sind schriftlich zu protokollieren und vom jeweiligen Protokollführer und vom Leiter der Versammlung zu unterzeichnen.

  2. Protokolle werden als Beschlussprotokoll geführt.

  3. Die Mitglieder haben das Recht auf Einsicht in das Protokoll der Mitglieder- und Abteilungsversammlung und können binnen einer Frist von vier Wochen schriftlich Einwendungen gegen den Inhalt des Protokolls gegenüber dem Vorstand geltend machen. Der Vorstand entscheidet über die Rüge und teilt das Ergebnis dem Mitglied mit.

 

§ 27 Kassenprüfung / Rechnungsprüfung

  1. Die Mitgliederversammlung wählt für die Dauer von vier Jahren zwei Kassenprüfer. Sie dürfen dem Vorstand nicht angehören und in den vorausgegangenen vier Jahren nicht angehört haben.

  2. Den Kassenprüfern obliegt die Prüfung aller Kassen des Vereins, einschließlich der Abteilungskassen und etwaiger Sonderkassen/Barkassen. Die Kassenprüfer sind zur umfassenden Prüfung der Kassen einschließlich des Belegwesens in sachlicher und rechnerischer Hinsicht berechtigt und verpflichtet.

  3. Der Prüfbericht ist der Mitgliederversammlung vorzulegen und zu erläutern. Bei festgestellten Beanstandungen ist zuvor der Vorstand zu unterrichten.

  4. Die Rechnungsprüfung erfolgt jährlich durch einen externen Steuerberater, der durch den Vorstand ausgewählt und beauftragt wird.

  5. Der Steuerberater hat insbesondere die Aufgabe die gesamte Haushalts- und Wirtschaftsführung des Vereins hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und Rechtmäßigkeit des Handelns, insbesondere auch unter rechtlichen und steuerrechtlichen Gesichtspunkten, zu prüfen.

  6. Der Steuerberater legt seinen Abschlussbericht dem Vorstand vor.

     

§ 28 Vereinsordnungen

  1. Der Verein gibt sich zur Regelung der internen Abläufe des Vereinslebens Vereinsordnungen.

  2. Alle Vereinsordnungen sind nicht Bestandteil dieser Satzung und werden daher nicht in das Vereinsregister eingetragen. Die Vereinsordnungen dürfen der Satzung nicht widersprechen.

  3. Für Erlass, Änderung und Aufhebung einer Vereinsordnung ist grundsätzlich der Vorstand zuständig, sofern nicht an anderer Stelle in dieser Satzung eine abweichende Regelung getroffen wird.

  4. Vereinsordnungen können bei Bedarf für folgende Bereiche und Aufgabengebiete erlassen werden:

  1. Geschäftsordnung für die Organe des Vereins;

  2. Jugendordnung;

  3. Finanzordnung;

  4. Beitragsordnung;

  5. Wahlordnung;

  6. Ehrenordnung,

  7. Abteilungsordnung.

 

§ 29 Datenverarbeitung, Datenschutz und Schutz der Mitglieder

  1. Zur Erfüllung des Zwecks und Aufgaben des Vereins werden unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen des Bundesdatenschutzgestzes (BDGS) personenbezogene Daten über die persönlichen und sachlichen Verhältnisse der Mitglieder des Vereins in der Datenverarbeitung des Vereins gespeichert, übermittelt und verändert.

  2. Jedes Mitglied hat das Recht auf

  1. Auskunft über die zu seiner Person gespeicherten Daten,

  2. Berichtigung über die zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn sie unrichtig sind,

  3. Löschung der zu seiner Person gespeicherten Daten, wenn die Speicherung unzulässig war.

  1. Den Organen des Vereins und allen Mitarbeitern oder sonst für den Verein Tätigen ist es untersagt, personenbezogene Daten unbefugt zu anderen als den zur jeweiligen Aufgabenerfüllung gehörenden Zwecken des Vereins zu verarbeiten, bekannt zu geben, Dritten zugänglich zu machen oder sonst zu nutzen. Diese Pflicht besteht auch über das Ausscheiden der oben genannten Personen aus dem Verein hinaus.

     

§ 30 Haftungsbeschränkung

  1. Der Verein, seine Organmitglieder und die im Interesse und für die Zwecke des Vereins im Auftrag handelnden Personen haften gegenüber den Mitgliedern im Innenverhältnis nur für vorsätzlich oder grob fahrlässig verursachte Schäden oder Verluste, die Mitglieder im Rahmen des Vereinsbetriebs, bei Benutzung von Anlagen oder Einrichtungen und Gerätendes Vereins oder bei Veranstaltungen erleiden, soweit solche Schäden oder Verluste nicht durch die Versicherungen des Vereins gedeckt sind. Soweit hiernach Versicherungsschutz besteht, ist § 31 a Abs. 1 S.2 BGB nicht anzuwenden.

  2. Werden Personen nach Abs. (1) von Dritten im Außenverhältnis zur Haftung herangezogen, ohne dass Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit vorliegt, so haben diese gegen den Verein einen Anspruch auf Ersatz ihrer Aufwendungen zur Abwehr der Ansprüche sowie auf Freistellung von den Ansprüchen Dritter.

 

§ 31 Auflösung des Vereins und Vermögensanfall

  1. Die Auflösung des Vereins kann nur in einer eigens zu diesem Zweck unter Einhaltung einer Frist von vier Wochen einberufenen außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen werden.

  2. In dieser Versammlung müssen mindestens drei Viertel aller Mitglieder anwesend sein. Wird diese Mehrheit nicht erreicht, ist innerhalb von 14 Tagen eine weitere Mitgliederversammlung einzuberufen, die dann ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder beschlussfähig ist. Darauf ist in der Einladung ausdrücklich hinzuweisen.

  3. Zur Auflösung des Vereins ist eine einfache Mehrheit der erschienenen Mitglieder erforderlich.

  4. Falls die Mitgliederversammlung nichts anderes beschließt, sind im Falle der Auflösung des Vereins die Mitglieder des Vorstands nach § 26 BGB als Liquidatoren bestellt.

  5. Bei Auflösung des Vereins oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen an die Stadt Grevesmühlen, die es unmittelbar und ausschließlich zur Förderung des Sports zu verwenden hat.

 

§ 32 Gültigkeit der Satzung

  1. Diese Satzung wurde durch die Mitgliederversammlung am 27.05.2015 beschlossen und tritt mit Eintragung in das Vereinsregister in Kraft.

  2. Alle bisherigen Satzungen des Vereins treten mit der Eintragung dieser Satzung außer Kraft.